HAUSHALTSVERLETZUNGEN

EINE ERSCHRECKENDE STATISTIK

Kleine Verletzungen gehören zur Entwicklung eines Kindes dazu und verheilen meist schnell.
Katastrophal sind hingegen die Unfälle, bei denen Kinder aufgrund fehlender Schutz- oder Sicherheitsmaßnahmen bleibende Schäden davontragen oder gar sterben.
Denn viele tragische Unfälle könnten vermieden werden.
Viele Eltern halten den eigenen Haushalt für sicher, wenn es um die Unfallgefahr von Kindern geht.
Dabei sieht es in der Realität so aus, dass ein Drittel aller Kinder schon einmal einen Unfall im elterlichen Haushalt hatte.
Mit dem Heranwachsen der Kinder nimmt auch die Gefahr durch den Straßenverkehr zu, die größte Gefahr jedoch lauert für Kinder in den eigenen vier Wänden. Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres liegt die Quote der Unfälle, die im elterlichen Haushalt passieren bei ca. 66 Prozent.
In der Regel ereignen sich drei von fünf Unfällen in der eigenen Wohnung.
Die häufigste Unfallart sind Stürze, durch die unter anderem Knochenbrüche, Prellungen und offene Wunden hervorgerufen werden können.
Mindestens 60 % der unfallbedingten Verletzungen sind durch vorbeugende Maßnahmen vermeidbar!

STÜRZE WERDEN UNTERSCHÄTZT

Kinder sind für Stürze besonders anfällig. Hierbei kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen, wobei die Konsequenzen unter Umständen gravierend sein können. Denn je nach Alter sind Kinder noch nicht in der Lage den Sturz abzufangen, sodass hier besonders häufig Verletzungen des Kopfes vorkommen.
Solche Unfälle können vermieden werden!
Fenstersicherungen sind unverzichtbar, um Leib und Leben des Kindes zu sichern.
Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass spitze Kanten beispielsweise von Tischen gesichert werden. Gerade bei spitzkantiken Glastischen usw. sind insbesondere auch die Augen der Kleinen gefährdet.

Gefahrenquelle Stockbett
Täglich kommen rund 3 Kinder wegen Unfälle mit Stockbetten Krankenhaus. Zu den häufigsten Verletzungen kommt es durch Stürze vom Bett, etwa im Schlaf oder beim Spielen. Die Unfälle sind mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von einer Woche meist schwer.
Durch einfache Sicherheitsmaßnahmen sind die Unfälle mit Stockbetten oft verhinderbar:

  • Maximale Stockbetthöhe 160 cm
  • Das obere Bett erst ab einem Alter von sechs Jahren nutzen
  • Von der Matratzenoberfläche bis zur Geländeroberkante mindestens 16 cm Höhe einhalten (Vorsicht bei dicken Matratzen!)
  • Stockbett mit Stahlwinkeln an der Wand fixieren
  • Lattenrost im oberen Teil mit dem Rahmen verschrauben
  • Leiter fest mit dem Bett verbinden (transportable Aufstiegshilfen können leicht wegrutschen)
  • Der Aufstieg muss in der Längsseite eine Lücke von 30 — 40 cm aufweisen
  • Der Abstand zwischen den Tritten der Leiter muss 20 — 30 cm sein
  • Sämtliche freiliegenden Kanten und hervorstehenden Teile müssen gerundet sein
  • Das obere und das untere Bett sowie die Leiter müssen fest verbunden sein

GEFAHREN IN DER KÜCHE

Viele Gefahren für Kinder lauern auch in der Küche. Besondere Gefahr geht hier bestimmungsgemäß von der Herdplatte oder dem Ofen aus. Hier drohen Verbrühungen und Verbrennungen durch siedendes Wasser, heißes Fett oder durch die glühende Herdplatte.
Neben dieser klassischen Gefahrenquelle drohen aber nicht weniger gefährliche Gefahren durch ätzende Putzmittel, Medikamente oder andere giftige Substanzen.
Sind diese Mittel für Kinder zugänglich, so kommen sie schnell einmal auf die Idee, die verschiedenen Flüssigkeiten zu probieren. Deshalb sollten Kinder in der Küche nie unbeaufsichtigt sein und Putzmittel sowie Medikamente in einem hoch gelegenen Schrank oder auf einem Regal aufbewahrt werden.
In Deutschland werden jährlich 1,7 Millionen Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen in der Küche verletzt.
Der Grund für viele Unfälle ist, dass Eltern sich der Gefahren nicht bewusst sind oder sie unterschätzen.

DAS KÖNNEN SIE TUN

  • Herdplatten und heiße Töpfe mit Herdschutzgitter versehen
  • Backofentür und Backofenfenster sichern
  • Bei Tauchsiedern und Wasserkochern auf herabhängende Kabel achten
  • Löschdecke in Herdnähe aufbewahren
  • Heiße Speisen und Getränke hochstellen
  • Scharfe Messer und Scheren unzugänglich verstauen
  • Kühlschrank und Gefriefach verriegeln
  • Keine Elektrogeräte stehen lassen
  • Mülleimer verschlossen halten

EIN SICHERES ZUHAUSE

Man könnte glauben, dass Kinder von Allem magisch angezogen werden, was nicht für sie geeignet ist. Treppen, Schubladen, heiße Töpfe oder spitze Gegenstände – alles wird erkundet und genau unter die Lupe genommen. Diese Neugierde und Entdeckungslust ist ganz natürlich und trägt wesentlich zur kindlichen Entwicklung bei.
Mit zunehmendem Alter wächst die Mobilität und der Aktionsradius eines Kindes und damit auch die Gefahren und Risiken. Gleichzeitig haben Kinder etwa bis zum vierten Lebensjahr noch kein Gefahrenbewusstsein und deshalb können ganz alltägliche Situationen wie eine heiße Herdplatte, eine Treppe oder ein unverschlossener Medizinschrank tragische Folgen haben.
Bei Kindern unter 4 Jahren liegen die Unfallschwerpunkte bei Sturzunfällen (z.B. vom Wickeltisch), Ersticken, Verschlucken von Gegenständen, Vergiftungen, Verbrühungen, Elektrounfälle und Ertrinken.
Das Tragische daran ist, dass 60–80 % der Unfälle verhindert werden könnten.
Wichtig ist, dass Eltern den Kleinen die Möglichkeit geben, spielerisch und unter Aufsicht ihre Umwelt und die damit verbundenen Gefahren kennen lernen können. Und nicht etwa ihre Kinder übervorsichtig und ängstlich "in Watte packen".

Präventive Maßnahmen können vor Verletzungen schützen! Dabei spielt auch die Förderung der motorischen Fähigkeiten eine große Rolle, denn Kinder mit guten motorischen und koordinativen Fähigkeiten stürzen seltener und oft weniger schwer.
Damit die Kleinen ihre Umwelt auch selbstständig erkunden können, brauchen sie eine sichere Umgebung. Denn in jedem Raum eines Hauses oder einer Wohnung lauern Gefahren, die durch Beachtung einiger Regeln und die Anbringung technischer Sicherungen deutlich reduziert werden können.

TIPPS

  • Beaufsichtigen Sie Ihr Kind Kleine Kinder sollten grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt gelassen werden
  • Sichern Sie Ihr Zuhause mit Sicherheitsartikeln, wie z.B. Bettschutzgitter, Steckdosenschutz, Rauchmelder usw.
  • Sichern Sie Fenster u. Türen Fenster-und Türgriffe sichern, damit Kinderhände sie nicht öffnen können
  • Sichern Sie die Treppen Treppenschutzgitter anbringen
  • Vorsicht bei Kabeln Kabel außerhalb der Reichweite Ihres Kindes verlegen befinden; Stolperfallen vermeiden
  • Vorsicht mit Ecken und Kanten Scharfe Kanten und Ecken von Möbeln und Türen durch Eck- und Kantenschutz sichern
  • Kippsichere Möbel Kindermöbel wie z.B. Hochstühle müssen stabil und kippsicher sein
  • Tür- und Schubladensicherungen anbringen
  • Sichern Sie den Herd Schutzgitter am Herd montieren, welches das Herunterziehen von heißen Töpfen und Pfannen und das Berühren von heißen Herdplatten verhindert. Schutzgitter für Backofenfenster anbringen, damit ihr Kind vor Verbrennungen an der heißen Backofentür geschützt ist
  • Küchengeräte kennenlernen Beteiligen Sie Ihr Kind seinem Alter entsprechend z.B. bei der Küchenarbeit, damit es den Umgang mit bestimmten Geräten und deren Gefahren abzuschätzen lernt

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