SONNENSCHUTZ

SCHWANGERSCHAFT UND SONNE

Sonnenbaden während der Schwangerschaft?
Werdende Mütter durchlaufen eine radikale Hormonumstellung, daher reagiert die Haut empfindlicher auf Duft- und andere Inhaltsstoffe. Gerade in der Schwangerschaft neigt die Haut zu Pigmentflecken und rötet sich leichter. Deshalb ist hypoallergene Sonnenmilch mit extra hohem Lichtschutzfaktor während der Schwangerschaft empfehlenswert, um die Haut zu schützen.
Zusätzlich ist es ratsam eine Kopfbedeckung zu tragen, die das Gesicht zusätzlich schützt. Das beugt einer "Schwangerschaftsmaske", eine Pigmentstörung die bei 50 % aller Schwangeren auftritt, vor. Diese Hyperpigmentierung tritt durch die hormonelle Veränderung auf und führt zu Verfärbungen, die sich schmetterlingsförmig über Stirn, Wangen und Oberlippe ausbreiten. Sie wird durch UV-Strahlung noch verstärkt und geht meistens erst nach der Geburt zurück.

Werdende Mütter sollten sich nicht der direkten Sonnenstrahlung aussetzen und unbedingt einen Platz im Schatten vorziehen!

Den Babybauch vor UV-Strahlung schützen
Die Haut am Bauch ist jetzt besonders dünn. Unbedingt einen hohen Lichschutzfaktor wählen (mind. 20). Schwangere Frauen sollten sich max. 15 Minuten in der Sonne aufhalten und den Bauch mit einem dünnen Tuch vor der Strahlung schützen.

Schützt Kleidung vor Sonnenbrand?
Kleidung kann vor UV-Strahlung schützen, doch je dünner diese ist, umso mehr UV-Strahlung kann durchdringen. Am besten schützt natürliche Baumwolle vor der Strahlung.
Empfindliche Haut sollte auch hier unbedingt eingecremt sein. Darüber hinaus ist spezielles UV-Schutz Waschmittel, das die Kleidung mit einem UV-Schutz versieht, im Handel erhältlich.

Sonnenbrand im Schatten?
Grundsätzlich kann man auch im Schatten Sonnenbrand bekommen! UV-Strahlen werden von Wasser, Sand und auch von Gebäudeoberflächen oder Pflanzen reflektiert. Wer eine empfindliche Haut hat, muss sich bei harter Strahlung immer eincremen. Die UV-Strahlung kann ebenfalls in bis zu 2 Meter Wassertiefe eindringen, deshalb sollte immer eine wasserfeste Sonnencreme verwendet werden.

Was merkt das Ungeborene vom Sonnenbad?
Wird der Babybauch mit hellen Licht bestrahlt, wird es auch für das Baby hell. Ca. 10 % des Lichts dringt bis zu ihm durch und der Bauch leuchtet für das Ungeborene in hellem Rot.

KINDERHAUT IST SEHR EMPFINDLICH

Babys und Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren sollten keinesfalls direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, das empfehlen Hautärzte .
Die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist besonders empfindlich. Denn sie ist noch sehr dünn und der UV-Eigenschutz der Haut muss sich in den ersten Lebensjahren erst noch entwickeln. Gleichzeitig brauchen Kinder aber auch möglichst viel Gelegenheit, sich im Freien austoben und bewegen zu können. Sie sind also naturgemäß der UV-Strahlung in besonderem Maße ausgesetzt.
In den ersten zwölf Lebensmonaten und auch noch im zweiten Lebensjahr sollte ein Kind möglichst gar keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Lassen Sie Ihr Kind im Schatten schlafen oder spielen und schützen Sie es auch dort zusätzlich mit leichter Kleidung und Sonnenhütchen. Unterwegs ist ein Sonnenschirm oder -segel für den Kinderwagen nützlich. Babys unter einem Jahr sollten nicht mit Sonnencreme eingecremt werden, denn es gibt keine ausreichenden Untersuchungen darüber wie chemische UV-Filter auf die empfindliche Babyhaut wirken.
Sollte es unbedingt nötig sein, Babyhaut gegen Sonne zu schützen, sollten Sie Sonnenmilch verwenden mit natürlichen Mineralien als Lichtschutz. Bei uns in der Mutter und Kind Apotheke erhältlich.

Beachten Sie einige "Verhaltensregeln" damit Ihr Kind - auch durch Ihr Vorbild - mit wichtigen Schutzmaßnahmen vertraut wird. So können Sie den schädlichen Einflüssen der Sonne und damit langfristigen Sonnenschäden wirkungsvoll vorbeugen.

  • Unbedingt darauf achten, dass sich Ihr Baby oder Kleinkind immer im Schatten befindet
  • Auch mit Sonnenschutz, wie Schirm oder Verdeck, auf jeden Fall die pralle Sonne meiden, damit Ihr Kind nicht überhitzt wird
  • Sonnenschutzmittel im ersten Lebensjahr möglichst nicht verwenden, da sie die empfindliche Babyhaut unnötig belasten
  • Babyöl ist kein Sonnenschutzmittel, sondern fördert noch die Lichtempfindlichkeit der Haut

PRALLE SONNE VERMEIDEN

Für Kinder ist es wichtig und gesund, dass sie sich regelmäßig und ausgiebig im Freien bewegen zu können. Mindestens eine Stunde täglich, sollten sie das tun. So wird nicht nur die gesunde kindliche Entwicklung unterstützt, sondern auch für die Eigenbildung von Vitamin D ist das tägliche Spielen, Toben und Klettern im Freien sehr wichtig. Dennoch sollten Kinder auch nach den ersten beiden Lebensjahren hierbei möglichst wenig direkte Sonnenbestrahlung abbekommen und ausreichend geschützt sein. Kinderhaut kann noch nicht schnell und ausreichend Pigmente produzieren, die als natürlicher Eigenschutz gelten, und sie kann UV-Schäden auch nur unzureichend "reparieren". Denn dieser körpereigene Schutz vor Sonnenstrahlen entwickelt sich erst im Verlauf von Jahren. Sonnenbrände und selbst nur Hautrötungen sollten gerade bei Kindern unbedingt vermieden werden.

Den wirksamsten Sonnenschutz bieten schattige Plätze und sonnengerechte Kleidung. Während der starken Mittagssonne am Besten die Außenplätze vermeiden. Auch bei bedecktem Himmel ist Vorsicht geboten, denn bis zu 80% der UV-Strahlung können auch dann noch die Haut erreichen.

  • Der Kopf, insbesondere auch Gesicht, Nacken und Ohren sind sehr empfindlich. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind in der Sonne immer einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz trägt.
  • Die Kleidung sollte luftig und nicht zu eng sein und möglichst viel vom Körper bedecken. Langärmelige Hemden oder T-Shirts und weit geschnittene, möglichst lange Hosen sind ideal.
  • Stoffe sollten sonnendicht sein. Es gibt T-Shirts, Hemden und Hosen, deren Stoffe durch besondere Webtechniken oder Imprägnierungen einen besonderen UV-Schutz bieten. Diese sollten dem "UV-Standard 801" entsprechen und der UV-Schutzfaktor (UPF) sollte mindestens 30 betragen.
  • Beim Plantschen oder Schwimmen werden Schultern und Rücken am besten durch ein T-Shirt geschützt. Allerdings bieten nicht fest gewebte Baumwoll-T-Shirts keinen ausreichenden Schutz und lassen vor allem im nassen Zustand UV-Strahlen durch. Der Stoff sollte also entweder sehr fest gewebt oder am besten mit einem UV-Schutzfaktor ausgestattet sein.
  • Schuhe sollten den Fuß - auch Ferse und Fußrücken - weitgehend bedecken.

SONNENSCHUTZMITTEL

  • Nur speziell für Kinder geeignete Sonnenschutzmittel verwenden. Cremes und Lotionen trocknen die Kinderhaut weniger aus
  • Das Sonnenmittel sollte UV-A- und UV-B-Strahlen blocken mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20
  • Alle unbedeckten Körperstellen vor dem Hinausgehen eincremen (etwa eine halbe Stunde vorher)
  • Ausreichend Sonnenschutzmittel auftragen (sonst ist der Lichtschutzfaktor nicht wirksam)
  • Bei längeren Aufenthalten im Freien wiederholt eincremen (Sonnenschutzmittel wird durch Schwitzen und Abrieb abgetragen) Die durch den Lichtschutzfaktor angegebene Schutzdauer des Mittels verlängert sich jedoch nicht.
  • Im Wasser besonders wasserfeste Sonnenschutzmittel verwenden
  • Nach jedem Baden den Sonnenschutz unbedingt erneuern